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Aktuelles aus der Augenheilkunde

Multifokallinsen: Nie mehr Brille?

 

 
 

Als Ersatz für die trübe Linse bei der Operation des Grauen Stars stehen heute unterschiedliche Intraokularlinsen zur Verfügung. Standard ist die Monofokallinse. Sie ermöglicht ein scharfes Bild in nur einem Entfernungsbereich. Meist fällt die Entscheidung auf den Fernbereich. Operierte Patienten benötigen deshalb weiterhin eine angepasste Nah- oder Gleitsichtbrille. Inzwischen gibt es auch Multifokallinsen, die das Sehvermögen sowohl im Nah- als auch im Fernbereich korrigieren. Im Idealfall machen sie die Brille somit überflüssig. Doch Garantien für die völlige Freiheit von Sehhilfen gibt es bislang nicht.

Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen!
Wer eine Multifokallinse für sich in Betracht zieht, muss zum Beispiel wissen, dass sie bei mittlerer Entfernung keine optimale Sehschärfe bietet. So benötigen Menschen, die viel am Computer arbeiten, für diese Tätigkeit in einigen Fällen weiterhin eine Brille. Probleme können auch mit nächtlicher Blendempfindlichkeit oder anderen Lichtphänomenen auftreten – ein Nachteil für aktive Autofahrer. Ideal sind Multifokallinsen nur für diejenigen Menschen, deren Augen (bis auf den Grauen Star) ganz gesund sind und die das Tragen einer Brille als lästig empfinden.

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