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Aktuelles aus der Augenheilkunde

Erhöhter Augeninnendruck – warum die Aufregung?

 

 

 

Die Messung des Augeninnendrucks, die so genannte Tonometrie, ist fester Bestandteil der Vorsorge des Grünen Stars (Glaukom). Spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollte er beim Augenarzt regelmäßig gemessen werden. Doch was genau hat es damit eigentlich auf sich? Warum die Aufregung um den Messwert?

Der Innendruck ist für die Funktion des Auges unverzichtbar. Doch muss er, ähnlich wie der Blutdruck, in einem bestimmten Normalbereich liegen. Übersteigt er diesen Bereich, ist der Sehnerv in Gefahr. Der hohe Druck beeinträchtigt die Durchblutung, so dass die empfindlichen Fasern absterben. Die Folge ist eine zunehmende Einschränkung des Sehfeldes, die bis zur Erblindung führt. Man spricht dabei von einer Glaukom-Erkrankung, dem so genannten "Grünen Star".

Verantwortlich für den Augeninnendruck ist das Kammerwasser. Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeit, die das Auge produziert und durch ein natürliches Drainagesystem abfließen lässt. Mit den Jahren kann der Kanal undurchlässiger werden. Kann nicht mehr genug Kammerwasser abfließen, kommt es zum Stau. Der Druck im Auge steigt und führt schließlich zum Grünen Star.

Das Tückische: Die Erkrankung tut nicht weh. Die Sehkraft verschlechtert sich lange Zeit unbemerkt. Nehmen Betroffene die Veränderung wahr, ist der Schaden bereits da. OcuNet Ärzte werden deshalb nicht müde, auf die Chancen der Augeninnendruckmessung (Tonometrie) hinzuweisen.

Wie funktioniert die Untersuchung? Das gebräuchlichste Verfahren zur Messung des Augeninnendrucks ist die so genannte Applanationtonometrie. Hierbei wird ein kleiner Sensor auf die Hornhaut aufgesetzt.
Manche Ärzte haben auch Geräte, die den Wert berührungsfrei ermitteln. Die Höhe gibt dem Augenarzt erste Hinweise über das Risiko. Doch erst eine ergänzende Sehnervuntersuchung macht es möglich, bereits eingetretene Schäden sicher auszuschließen oder die Erkrankung so frühzeitig zu erkennen, dass ihre Folgen abwendbar sind.

Eine stabile Drucksenkung lässt sich oft schon mit Augentropfen erreichen. Und wenn die Wirkung der Medikamente nicht mehr reicht, können Augenärzte den Abflusskanal des Augenkammerwassers operativ öffnen. Mit einem neuen Operationsverfahren, der so genannten Kanaloplastie, ist dies in OcuNet Zentren in der Regel ambulant möglich. Ist der Sehnerv jedoch einmal beschädigt, kann lediglich das Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Die Glaukom-Vorsorge sollte man deshalb keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.

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