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Aktuelles aus der Augenheilkunde

Grauer Star und Hornhautverkrümmung?
Torische Kunstlinsen ermöglichen scharfe Sicht

 

 
 

Bei Grauem Star (Katarakt) ist der Austausch der getrübten körpereigenen Augenlinse gegen eine klare Kunststoff-Linse schon lange Standard. Spezielle Kunstlinsen-Modelle – so genannte Multifokal-Linsen – ermöglichen vielfach sogar eine scharfe Nah- oder Fernsicht ohne Brille.

Bei einer zusätzlichen Hornhautverkrümmung war dies allerdings bisher nur eingeschränkt und bis höchstens 2,5 Dioptrien möglich. Jetzt gibt es so genannte torische Kunstlinsen, die auch diesen Sehfehler korrigieren können. Nach genauer Bestimmung der Hornhautverkrümmung werden sie für jeden Patienten individuell angefertigt. Anschließend setzt der Arzt sie mit der gleichen bewährten OP-Technik in das Auge ein, wie herkömmliche Linsen.

Der Unterschied: Die torische Linse muss der Krümmung entsprechend exakt im Auge platziert werden, so dass sie nicht beliebig unter der Hornhaut zu liegen kommt. Der kleine Eingriff erfordert deshalb große Sorgfalt. Zur Sicherheit werden außerdem Markierungen an der Linse und idealerweise auch am Auge angebracht. Sie kennzeichnen ein bestimmtes Merkmal der Hornhaut- bzw. der Linsenkrümmung.

Beim Einsetzen müssen diese Markierungen dann in exakte Übereinstimmung gebracht werden. Ein wellenförmiger Rand verhindert, dass sich die Linse nach dem Einsetzen wieder erdreht.
Nach etwa 20 Tagen ist die Linse jedoch so fest in das Auge „eingewachsen“, dass dies normalerweise
nicht mehr passiert. Bis es soweit ist, wird die Position der Linse sorgfältig überprüft, um gegebenenfalls
eine Korrektur vornehmen zu können.

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