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Wissenswert

 
 

Grauer Star-Operation: Hohe Anforderungen an Operateure
Quelle: OcuNet Patienten Journal 2/2011 (Seite 3)

Die Verfahren bei Grauer Star-Operationen werden immer besser, die Schnitte immer kleiner. Doch gerade deshalb stellt diese Operation höchste Anforderungen an den Chirurgen. Bei mehr als 90 Prozent der Deutschen über 65 stellt der Augenarzt die Diagnose "Grauer Star". Die ursprünglich klare Augenlinse trübt sich allmählich ein. Anfangs ist das Sehen kaum beeinträchtigt, dann stellt sich aber zunehmend das Gefühl ein, wie durch einen Schleier zu sehen. Einzige Behandlungsmöglichkeit ist eine Operation, bei der die trübe Augenlinse mit einem hoch differenzierten Ultraschallverfahren verflüssigt und abgesaugt wird. Zurück bleibt der glasklare, leere Kapselsack, in den der Operateur die Kunstlinse in der zuvor exakt berechneten Stärke einsetzt.

Die bei der Operation verwendete Kleinschnitttechnik, wie auch alle weiteren Operationsschritte, stellen hohe Anforderungen an den Operateur. Unter mikroskopischer Sicht kommen winzige Instrumente zum Einsatz, die sehr präzise geführt werden müssen, um keine ungewollten Verletzungen zu verursachen und das Linsenimplantat exakt im Auge zu platzieren. Damit die Kunstlinse durch die kleine Öffnung passt, wird sie eingerollt, mit einem speziellen Injektor in das Auge gebracht und wieder entfaltet. Durch die spezielle Ausführung wirken die Schnittränder wie ein Ventil. Während der Operation aber vor allem auch anschließend verschließt sich der korrekt ausgeführte Schnitt von selbst.

Trotz der anspruchsvollen Technik müssen sich Patienten vor der Operation keine unnötigen Sorgen machen. "Durch den hohen Ausbildungs- und Spezialisierungsgrad der Operateure ist der Eingriff heute sehr sicher", so Prof. Neuhann vom OcuNet Zentrum München. Patienten können oft wenige Stunden nach der Operation wieder nach Hause und schon am nächsten Tag erproben, wie stark sich das Sehen durch die Operation verbessert hat. Um dies auch objektiv bewerten zu können, haben OcuNetÄrzte in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie konkrete Maßstäbe – so genannte Benchmarks – definiert. Anhand dieser Benchmarks können die Operateure ihre Leistung anhand bestimmter Kriterien messen, vergleichen und somit ihre Operationsqualität noch weiter optimieren. Ziel ist es, Patienten bei geringstem Risiko eine immer bessere Sehqualität nach Grauer Star- Operationen zu ermöglichen.


Augenschmerzen: Ursachen und Behandlung
Quelle: OcuNet Patienten Journal 2/2011 (Seite 4)

Das Auge wiegt nur etwa 7,5 Gramm und ist verhältnismäßig klein. Doch können Störfaktoren und krankhafte Prozesse im Bereich des Auges große Schmerzen und Beschwerden verursachen. Hier lesen Sie, was die häufigsten Ursachen für Augenschmerzen sind und wie der Augenarzt helfen kann.

Lidherpes: Eine ganz besonders schmerzhafte Erkrankung. Ursache sind Viren, die kleine Bläschen mit Rötung und oft erheblicher Lid- und Gesichtsschwellung verursachen. Zwar heilt die Entzündung in der Regel narbenfrei wieder ab, trotzdem sollte man den Prozess mit virostatischen Augensalben unterstützen.

Tränensackentzündung: Ein Verschluss der ableitenden Tränenwege äußert sich durch Tränenfluss. Bakterien, die sich im Gewebe ansammeln, können zudem zur Rötung des Auges und einer schmerzhaften, entzündlichen Schwellung führen. Nicht selten kommt es zu Fieber. Das Allgemeinbefinden verschlechtert sich. Dehnt sich der Prozess weiter aus, kann sich eine Entzündung der Augenhöhle entwickeln. Gegen die akute Infektion helfen antibiotische Augentropfen. Je nach Schwere der Entzündung werden Antibiotika zum Einnehmen verabreicht. Dauerhaft hilft meist nur eine Wiederherstellung des Tränenabflusses.

Binde- und Hornhautveränderungen: Die möglichen Ursachen reichen von Infektionen, Verletzungen und Reizungen über trockene Augen, Allergien, Allgemeinerkrankungen und fortgeleitete Entzündungen (z. B. aus den Nasennebenhöhlen) bis hin zu "schlechten" Brillengläsern. Betroffene klagen meist über Fremdkörpergefühl und Schmerzen, Tränenfluss, sind lichtscheu und haben Probleme, das Auge zu öffnen. Oft kommt es zu "trüber Sicht". Um eine dauerhafte Schädigung der Hornhaut zu vermeiden, sollte der Weg zum Augenarzt nicht aufgeschoben werden. Je nach Ursache wird mit epithelisierenden Salben, Tränenersatzmitteln, kortison- und antibiotikahaltigen Salben oder Tropfen behandelt.

Lederhaut- und Augenmuskelentzündung: Sie entstehen meist infolge rheumatischer Erkrankungen, Erkrankungen des Immunsystems sowie Kollagenosen, Gicht und Infektionskrankheiten. Unter der Bindehaut kommt es zu umschriebenen bläulich-rötlichen Verfärbungen mit und ohne Vorbuckelung. Die Entzündung geht mit dumpfen Schmerzen und Druckschmerz einher. Bei einer Augenmuskelentzündung tritt zudem Bewegungsschmerz auf. Eine ursächliche Behandlung der Erkrankung steht im Vordergrund. Zudem wird örtlich Kortison verabreicht.

Regenbogenhautentzündung: Meist liegt wie bei der Lederhautentzündung eine immunologische Ursache vor. Typisch sind Entzündungen im Bereich von Hals, Nasen, Ohren oder Zähnen sowie Nieren, Gallenblase oder Eierstock. Patienten klagen über dumpfe Schmerzen, Sehbeeinträchtigung, Lichtempfindlichkeit und Tränenfluss. Für eine ursächliche Behandlung ist die Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte notwendig. Zugleich wird mit kortisonhaltigen Augentropfen behandelt und die Pupille erweitert.

Glaukomanfall (akuter Grüner Star): Der Glaukomanfall ist ein meist einseitiger, plötzlicher Druckanstieg im Auge, der mit heftigen Schmerzen und Gesichtsfeldverlust einhergeht. Es treten unerträgliche Kopf- und Augenschmerzen auf, die häufig in die Stirn, Schläfe oder in die Zähne ausstrahlen. Hinzu kommen Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Ein Glaukomanfall wird deshalb zuweilen verkannt. Dies ist besonders tragisch, weil verlorene Zeit das Schicksal des Auges besiegelt: Wird der Augendruck nicht schnell reguliert, kann es zu einem Sehnervenschwund und in der Folge zur Erblindung kommen. Ein Glaukomanfall ist deshalb immer ein Notfall: Der erstbehandelnde Arzt verabreicht Medikamente zum Drucksenken. Auch sollte die Pupille verengt werden. Danach ist der Augenchirurg gefordert.


Farbsehschwächen sind genetisch bedingt
Quelle: OcuNet Patienten Journal 2/2011 (Seite 5)

Rund sieben Prozent aller Männer in Deutschland leiden an einer Farbsehschwäche, die meisten an einer Rot-Grün-Sehschwäche. Sie nehmen rot und grün meist als gelbliche oder bräunliche Farbtöne wahr. Der Grund für Farbsehschwäche liegt in den Chromosomen: Grün-Sehpigmente liegen auf dem X-Chromosom. Läuft bei der Reifeteilung des Zellkerns etwas falsch, kann es zu einer Schädigung des X- Chromosoms kommen. Für Frauen meist kein Problem; als Trägerinnen von zwei solcher Chromosome,
gleicht das eine X-Chromosom das beschädigte einfach aus. Farbenblindheit kann daher von Frauen zwar vererbt werden, sie tritt aber bei ihnen selbst nur sehr selten auf, nämlich dann, wenn der Vater von der Farbsehschwäche betroffen ist und die Mutter ebenfalls Überträgerin des Defekts ist. Männer dagegen besitzen nur ein X-Chromosom. Ist der Schaden vorhanden, tritt die Sehschwäche tatsächlich auf.

Farbsehschwäche ist bis heute nicht heilbar. Doch können die meisten Betroffenen gut damit umgehen und sind im Alltag kaum eingeschränkt. Allerdings bleiben ihnen einige Berufe wie Polizist, Kapitän oder Elektriker verwehrt oder sind für sie nur unter bestimmten Bedingungen zugänglich. Hier nämlich spielen Rot und Grün eine wichtige Rolle, etwa bei den verschiedenen Farben eines Kabels oder den Positionslichtern eines Schiffes.


Vorsicht Nebenwirkungen! Welche Medikamente den Augen schaden können

Quelle: OcuNet Patienten Journal 1/2011 (Seite 3)

Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen oder Infektionen sind lebenswichtig, doch haben sie häufig Nebenwirkungen. Bei ständiger Einnahme ist das Auge, nach der Leber, das am häufigsten betroffene Organ.
Zu den Arzneistoffen, die das Auge besonders belasten oder das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen erhöhen, zählt Amiodaron. Es ist ein häufig verwendetes Mittel gegen Herzrhythmusstörungen. In Deutschland wird es unter dem Handelsnamen Cordarex oder als Generika auch unter anderen Bezeichnungen angeboten. Patienten, die dieses Medikament einnehmen, müssen damit rechnen, dass sich Bestandteile in der Hornhaut und in der Linse des Auges ablagern können. Aber auch irreversible Schäden der Sehnerven werden mit Amiodaron in Verbindung gebracht. Daneben kann es zu einem Verlust von Wimpern und Augenbrauen kommen. Glucocorticoide wie zum Beispiel Prednisolon oder Dexamethason (im Sprachgebrauch meist pauschal als Kortison bezeichnet) haben verschiedene Einsatzgebiete. Ihnen gemeinsam ist die entzündungshemmende Wirkung. Als Nebenwirkung können Glucocorticoide jedoch nicht nur die Augenlinse trüben, sondern bei längerfristiger Einnahme zu einem erhöhten Augeninnendruck und – in der Folge – zu einer Sehnervschädigung führen. Damit verbunden sind dauerhafte Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Erblindung. Die regelmäßige Einnahme von Hormonpräparaten geht bei vielen Patienten mit trockenen Augen einher. Typische Folge ist ein "Sandkorngefühl". Die Augen röten sich, jucken und können trotz Trockenheit übermäßig tränen. Betreffen kann es zum Beispiel Patienten, die Beta-Blocker zur Blutdrucksenkung oder Präparate zur Schwangerschafts-verhütung einnehmen. Eine Therapie mit speziellen Tränenersatzstoffen kann die Beschwerden am Auge oft lindern. Daneben gibt es zahlreiche weitere Medikamente, die am Auge zu Nebenwirkungen führen können – mitunter mit weitreichenden Folgen. Doch grundsätzlich gilt: Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftreten. Ärztlich verordnete Medikamente dürfen deshalb auf keinen Fall eigenmächtig abgesetzt werden. Doch sollte man sich sehr genau beobachten und im Zweifel umgehend den Augenarzt aufsuchen.


OCT-Aufnahmen der Netzhaut: Was sagen diese Bilder eigentlich dem Augenarzt?
Quelle: OcuNet Patienten Journal 1/2011 (Seite 5)

OCT ist die Abkürzung für Optische Cohärenztomographie – ein modernes Untersuchungsverfahren, das detaillierte Einblicke ins Innere der Netzhaut und des Sehnervenkopfes ermöglicht. Mit Hilfe von unschädlicher und nebenwirkungsfreier Lichtenergie entstehen Schnittbilder des Auges, auf denen bestimmte Veränderungen des Gewebes meist besser darstellbar sind als mit anderen Untersuchungsverfahren. In der Augenarztpraxis wird das Verfahren zur Früherkennung, Diagnostik oder Verlaufskontrolle von Netzhauterkrankungen wie zum Beispiel der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) eingesetzt. Weitere Informationen...


OcuNet Ärzte erhalten Tropenophthalmologie-Preis 2010

Quelle: OcuNet Patienten Journal 1/2011 (Seite 6)

Für ihr Engagement in Äthiopien wurde Prof. Dr. med. Matthias Sachsenweger und Dr. med. Bernhard Kölbl der Tropenophthalmologie- Preis 2010 der DOG verliehen. Die Ehrung der Landshuter Augenärzte, beide vom OcuNet Zentrum Niederbayern, fand am 6. Juni 2010 im Rahmen des World Ophthalmology Congress (WOC) in Berlin statt. Durch ihren unermüdlichen Einsatz, vor allem beim Aufbau der OcuNet Augenklinik in Chiro, seien die beiden Augenärzte würdige Empfänger des Preises. Das stellte der Laudator und Juryvorsitzende Prof. Dr. med. V. Klauß in seiner Rede deutlich heraus. Seit 2004 treiben Prof. Sachsenweger und Dr. Kölbl das Klinikprojekt maßgeblich voran und haben bereits mehrfach in Äthiopien selbst operiert. Dieses Engagement bedeutet einen großen persönlichen, zeitlichen und finanziellen Einsatz, den die DOG mit der Verleihung des Preises Tropenophthalmologie würdigt. Der Preis wird jährlich für herausragende Beiträge zur Blindheitsverhütung in den Entwicklungsländern vergeben.


UV-Licht: Warum die Schutzbrille wichtig ist
Quelle: OcuNet Patienten Journal 2/2010 (Seite 4)

Sonnenlicht macht gute Laune und bringt Energie. Doch hat sie auch ihre Schattenseiten: Intensives UV-Licht kann die Hornhaut der Augen schädigen. OcuNetÄrzte raten deshalb, die Sonnenbrille nicht nur als modisches Accessoire, sondern vor allem auch zum Schutz der Augen einzusetzen. Direktes Sonnenlicht, das über Stunden ungefiltert von der Augenoberfläche absorbiert wird, kann zu schlimmen Entzündungen der Hornhaut führen. Das gilt erst recht, wenn es durch Schnee (insbesondere in großen Höhen) oder
Wasser stark reflektiert wird. Noch gefährlicher ist künstliches UV-Licht. Je nach Wellenlänge reicht bereits eine Minute, um einen ähnlichen Schaden auszulösen wie bei Schweißarbeiten ohne entsprechenden Lichtschutz.


Punctum Plugs: Kleine Stöpsel gegen trockene Augen

Quelle: OcuNet Patienten Journal 2/2010 (Seite 5)

Trockene Augen, das so genannte Sicca-Syndrom, zählen in der Augenarztpraxis zu den häufigsten Diagnosen. Tränenersatzflüssigkeit hilft, von manchen Patienten wird die dauernde Eingabe aber als lästig empfunden. Gut zu wissen, dass es eine Alternative gibt: Punctum Plugs. Das sind winzige Stöpsel, die der
Augenarzt in das Tränenpünktchen im inneren Augenwinkel einsetzt. Auf diese Weise wird der Abfluss der Tränenflüssigkeit durch die Nase begrenzt. Die Hornhautoberfläche wird wieder besser befeuchtet.
Typische Symptome – wie brennende, schmerzende und geschwollene Augen – lassen nach oder klingen sogar ganz ab. Die kleinen Silikonstöpsel werden vom Augenarzt mit einer Pinzette schmerzfrei in das Tränenpünktchen eingesetzt und können genauso unproblematisch wieder entfernt oder gewechselt werden. Sie sind sehr gut verträglich und lösen kein Fremdkörpergefühl aus. Außerdem sind sie für andere unsichtbar. Weitere Informationen...


Was ist Grauer Star?
Quelle: OcuNet Patienten Journal 2/2010 (Seite 3)

Es ist, als ob man durch eine Milchglasscheibe sieht: Farben werden grau und Kontraste verschwimmen. Oft kommt eine erhöhte Blendempfindlichkeit hinzu. Ursache ist eine allmähliche Veränderung der Augenlinse. Durch verschiedene, meist altersbedingte Ursachen trübt die eigentlich klare Linse ein. Mit einer kleinen Operation kann der Augenarzt helfen. Die eigene Linse wird hierbei durch ein Implantat ersetzt. Weitere Informationen...


CBM feiert besonderes Jubiläum: 10 Millionen Augen können wieder sehen

Quelle: OcuNet Patienten Journal 2/2010 (Seite 7)

1966 unterstützte die Christoffel-Blindenmission (CBM) in Afghanistan die erste Operation des Grauen Stars. Tausende Hilfsprojekte für blinde und anders behinderte Menschen wurden seither in Entwicklungsländern initiiert und unterstützt. In diesem Herbst feiert die CBM ein ganz besonderes Jubiläum: Die 10.000.000ste Grauer Star-Operation. Das sind 10 Millionen Augen, die meist nach Jahren völliger Blindheit wieder sehen können. Eine überwältigende Leistung, zu der auch die OcuNet Augenklinik in Chiro ihren Teil beigetragen hat. Weitere Informationen...


Amerikanische Wissenschaftler vermuten Zusammenhang zwischen schlechtem Sehvermögen und Demenz im Alter

Quelle: Am J Epidem 171, 2010, 728–735

Amerikanische Wissenschaftler vermuten, dass es nicht nur einen Zusammenhang zwischen schlechtem Sehvermögen und dem Nachlassen geistiger Fähigkeiten im Alter gibt, sondern auch, dass eine augenärztliche Betreuung verbunden mit der Behandlung der Sehprobleme das Einsetzen von Demenz (Alzheimer Erkrankung) verzögern kann. Die Studie aus der University of Michigan wertete dazu Daten von 625 älteren, zu Studienbeginn geistig gesunden Menschen über einen Zeitraum von 8,5 Jahren aus. In dieser Gruppe erkrankten Personen, die schlecht sahen und nicht von einem Augenarzt betreut wurde, fast zehnmal häufiger an Alzheimer als jene mit gutem Sehvermögen.
Eine nachlassende Sehkraft im Alter kann verschiedene Ursachen haben, von denen viele relativ einfach behandelt werden können. Oft kann der Betroffene dank einer neuen Brillenkorrektur, einer vergrößernden Sehhilfe oder nach einer Staroperation wieder lesen, fernsehen oder Hobbies nachgehen. Und geistige Anregung und körperliche Aktivität, die beide durch schlechtes Sehvermögen stark eingeschränkt sein können,  halten fit.


Nahrungsergänzungsmittel bei AMD
Quelle: OcuNet Patienten Journal 1/2010 (Seite 5)

Mit Vitaminen läßt sich manchen Erkrankungen vorbeugen. In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Vitaminpräparate, sogenannte Nahrungsergänzungsmittel, bei Menschen mit der trockenen Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) sogar therapeutisch wirksam sind. Die AMD betrifft das Zentrum der Netzhaut, das ist der Bereich, der das scharfe Sehen ermöglicht. Bei der trockenen Makuladegeneration kommt es in diesem Bereich mit zunehmendem Alter zu Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die das Sehen und vor allem die Sehschärfe immer mehr beeinträchtigen. Bei der sogenannten ARED-Studie (Age-related Eye Disease Study) zeigte sich, dass sich dieser Verfall der Netzhaut und der Sehschärfe in bestimmten Situationen durch bestimmte Vitamine und Spurenelemente deutlich verzögern läßt. Hierbei handelt es sich um die Vitamine A, C, E sowie Zink und Kupfer, die in genau definierten und sehr hohen Dosen eingenommen werden müssen. Doch Vorsicht vor Selbstmedikation: Für Raucher und bei bestimmten Begleiterkrankungen, z.B. an Leber oder Nieren, können hochdosiert Vitamine schädlich sein. Zudem sind bei Einnahme dieser Präparate Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich. Die Therapie sollte deshalb nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden. Fragen Sie Ihren OcuNet Augenarzt!


Augenprobleme durch Bildschirmarbeit: Expertentipps
Quelle: OcuNet Patienten Journal 1/2010 (Seite 4)

  • Um trockene Augen zu vermeiden, immer mal wieder bewußt zwinkern.
  • Wenn möglich, den Blick hin und wieder ganz vom Monitor abwenden oder die Augen für einen Moment fest schließen.
  • Auf richtigen Lichteinfall achten: Am besten sollten Tageslicht oder künstliche Lichtquellen seitlich auf den Bildschirm treffen.
  • Stimmt die Entfernung des Bildschirms? Idealerweise sollte er auf Armlänge von den Augen entfernt sein.


Herpes - Das kann ins Auge gehen
Quelle: OcuNet Patienten Journal 2/2009 (Seite 4)

Bei den meisten Menschen zeigt sich Herpes als unangenehmes, aber harmloses Lippenbläschen. Doch der Virus kann auch die Hornhaut befallen und hier gefährliche Entzündungen auslösen. Anfangs verursacht der Virus oft nur leichte Beschwerden, die nicht immer ernst genommen werden: Das Auge ist gerötet und tränt – ähnlich wie bei einer Bindehautentzündung. Schreitet die Erkrankung jedoch unbehandelt fort, kann das gravierende Folgen haben. Nicht selten bleiben auf der Hornhaut Narben zurück, die dauerhaft den Seheindruck beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall dringt der Virus durch die Hornhaut ins Augeninnere. Bei den geringsten Anzeichen einer Hornhautentzündung sollte man deshalb ungehend einen Augenarzt aufsuchen, damit so früh wie möglich eine Behandlung eingeleitet wird.

Ob es sich wirklich um Herpes handelt, kann der Augenarzt mit einer Spaltlampen-Untersuchung feststellen. Je nachdem, ob Hornhaut oder sogar innere Strukturen des Auges betroffen sind, erfolgt die Behandlung mit Tropfen, Tabletten oder Injektionen. Normalerweise klingt die Entzündung dadurch vollständig wieder ab. Der Erreger allerdings bleibt lebenslang im Körper. Wer einmal Augenherpes hatte, muss deshalb – wie bei Lippenherpes – jederzeit mit einem erneuten Schub rechnen. Der Ausbruch kann wenige Wochen, aber auch erst Jahre nach der Erstinfektion vorkommen. Betroffene sollten immer wachsam bleiben.


OcuNet Augenklinik in Äthiopien

OcuNet Ärzte engagieren sich für Menschen in Äthiopien. In einer besonders strukturschwachen Region haben sie mit Unterstützung der Christoffel-Blindenmission eine Augenklinik errichtet. Ein Jahr nach Eröffnung der Klinik und den ersten erfolgreichen Operationseinsätzen ziehen alle Beteiligten eine positive Bilanz.

Weitere Informationen zum Projekt
Interview mit Dr. Bernd Kölbl nach seinem OP-Einsatz in Chiro/Äthiopien (Seite 7)


Daten – Fakten – Zahlen rund ums Auge
Wußten Sie... dass Nachtsehstörungen bei jedem 5. Autofahrer auftreten? Ab dem 50. Lebensjahr die Sehschärfte nachts und bei Dämmerung nachlässt? 20% der über 60-Jährigen nicht mehr fahrtauglich sind?


Kontaktlinsen – bei Grippe lieber ohne
Bei Erkältung, Schnupfen oder Grippe sollte man lieber auf Kontaktlinsen verzichten und auf die Brille umsteigen. Denn beim Einsetzen und Herausnehmen können sich über die Hände Viren oder Bakterien auf die Augen übertragen – Hornhaut- oder Bindehautentzündung drohen.


Erhöhter Augeninnendruck – warum die Aufregung?

Spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollte der Augeninnendruck regelmäßig beim Augenarzt gemessen werden.


Blindenhund auf Rezept: Blinde haben grundsätzlich Anspruch auf einen Blindenhund

Das Landessozialgericht Baden-Württemberg gab einer nahezu blinden Frau aus der Nähe von Karlsruhe Recht, die von ihrer Krankenkasse einen Hund bezahlt bekommen wollte. Ein Blindenhund sei "für einen Blinden ein grundsätzlich geeignetes Hilfsmittel", entschied das Gericht in Stuttgart und stärkte damit die selbstständige Lebensführung Behinderter (Az: L 4 KR 5486/05 - 26. Oktober). Die Kosten für den Erwerb eines ausgebildeten Blindenhunds liegen bei etwa 20 000 Euro.


Arztrechnung von der Steuer absetzbar

Selbstzahlerleistungen können ab einer bestimmten Höhe von der Steuer abgesetzt werden


Augenoperation: 80% erfolgen ambulant

Obwohl die Augenheilkunde kein rein ambulantes Fach ist, wird die Mehrzahl der Operationen ohne Klinikaufenthalt (ambulant) durchgeführt.

 

   
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