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Pressemitteilung 2009

OcuNet Gruppe schafft Kooperationsplattform zur optimierten Behandlung von Erkrankungen der Netzhaut
 
     
 

Düsseldorf, November 2009 - Erkrankungen der Netzhaut sind insbesondere bei älteren Menschen eine häufige Ursache für einen irreversiblen Sehverlust mit der Folge sozialer Isolierung. Verschiedene Forschungsansätze haben in den letzten Jahren zu einer erheblichen Weiterentwicklung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten beigetragen. Beim Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis ist zu berücksichtigen, dass eine adäquate Frühdiagnose und frühzeitige Therapie die wichtigsten Voraussetzungen für den bestmöglichen Funktionserhalt bei retinalen Erkrankungen sind. Die Realisierung funktionierender Kooperationsstrukturen zwischen unterschiedlich spezialisierten Augenärzten ermöglicht den Patienten den raschen Zugang zu einer individuellen Therapie. Im Interesse dieser optimierten Patientenversorgung hat die OcuNet Gruppe eine entsprechende Kooperations- und Kommunikationsplattform gestaltet.

Im Fokus: Umsetzung des rasanten medizinischen Fortschritts in die Praxis 
Die umfangreiche Gruppe der das Sehen irreversibel bedrohenden retinalen Erkrankungen ist für Deutschland mit seiner älter werdenden Bevölkerung eine erhebliche Herausforderung. Alleine die zwei quantitativ bedeutsamsten Erkrankungen der Netzhaut, die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) und die diabetische Retinopathie, sind Ursache für rund die Hälfte aller Erblindungen in Deutschland. In der Bevölkerungsgruppe der über 60-Jährigen leiden über 5% an Netzhautschädigungen in Folge von Diabetes, ca. 4 Millionen Menschen sind an AMD erkrankt. Nachdem die Behandlungsoptionen retinaler Krankheitsbilder lange Zeit stark limitiert waren, haben sich die verfügbaren diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in den letzten Jahren sprunghaft entwickelt, weitere Optionen werden intensiv erforscht. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurden die Grundlagen für eine evidenzbasierte Diagnostik und Therapie retinaler Erkrankungen definiert. Deren Umsetzung in die augenärztliche Praxis erfordert Investitionen in die modernen Diagnosetechniken ebenso wie in die Logistik einer populations- und therapiebedingt rasch wachsenden Versorgungsnachfrage.  

Leitfaden zur therapieorientierten retinalen Diagnostik
Entscheidend für die Optimierung des Behandlungserfolgs ist es, die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den zahlreichen internationalen Studien kontinuierlich in evidenzbasierte praktische Handlungsmaxime bzgl. der Indikation zur spezialisierten Diagnostik und Einleitung von Therapien umzusetzen. Als Instrument eines umfassenden und zeitnahen Wissenstransfers haben die Retinologen der OcuNet Gruppe unter Leitung von Herrn Prof. U. Kellner in Siegburg und Herrn Prof. D. Pauleikhoff in Münster einen Leitfaden zur therapieorientierten retinalen Diagnostik verfasst und werden diesen jährlich an den aktuellen Stand anpassen. Als zentrales Element der Kooperationsplattform wird dieser Leitfaden erstmals Ende November 2009 allen Augenärzten der OcuNet Gruppe zur Verfügung gestellt.  Die Entscheidung zur Therapie setzt eine differenzierte und sachkundige initiale Diagnostik und adäquate Verlaufskontrolle voraus: Im  Leitfaden werden daher für häufige und seltenere retinale Erkrankungen diagnostische und therapeutische Eckdaten genannt.
(Die überarbeitete Version des Leitfadens steht hier zum Download zur Verfügung, Stand 7/2010.)

Koordination operativer und nicht-operativer Versorgung
Eine wichtige Hilfestellung wird der Leitfaden insbesondere an den Schnittstellen zwischen operativer und nicht-operativer Versorgung bei der Zusammenarbeit von augenchirurgischen OcuNet Zentren und primär nicht-operierenden OcuNet Augenarztpraxen bieten. Bei den OcuNet Praxen liegt die kontinuierliche Versorgung der Patienten. Sie verantworten damit auch die frühzeitige und adäquate Diagnosestellung, die Verlaufskontrolle sowie die Einleitung von chirurgischen Maßnahmen in einem OcuNet Zentrum. Um den Leitfaden umzusetzen und die Versorgungsstrukturen zu optimieren, führen die OcuNet Zentren seit Herbst 2009 regionale Fortbildungsveranstaltungen für die mit ihnen kooperierenden Augenärzte bzw. OcuNet Praxen durch. Gleichzeitig bieten die Fortbildungsveranstaltungen eine Plattform, um die praktische Zusammenarbeit transparenter zu gestalten und konkrete Fälle im direkten Kontakt zu besprechen.

Als weiteren Teilbereich des Projektes fördert die OcuNet Gruppe den Ausbau der diagnostischen Kapazitäten von Praxen. Darüber hinaus stellt OcuNet den Zentren und Praxen Hilfsmittel zur Patienteninformation zur Verfügung. Bereits seit Jahren bieten einzelne OcuNet Partner Spezialkurse zur intensiven Fortbildung in der Netzhautdiagnostik an (z.B. Basiskurs Retinal Imaging, Makula-Diagnostikkurs, Elektrophysiologiekurs für Augenärzte).

Über OcuNet
Die OcuNet Gruppe ist ein bundesweites Netzwerk von rund 2.300 Augenärzten. Die gemeinsame Grundlage der Arbeit unter dem Motto "Qualität im Auge" ist eine qualitativ hochwertige Versorgung in der gesamten diagnostischen und therapeutischen Versorgungskette der Augenheilkunde. Gemeinsam realisieren die chirurgischen OcuNet Zentren und die primär konservativ tätigen OcuNet Praxen als erster bundesweiter Augenärzte Verbund eine umfassende Qualitätsagenda, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dipl.-Volkswirtin Ursula Hahn, M.B.A. (USA)
Geschäftsführerin der OcuNet Verwaltungs GmbH
Friedrichstraße 47
40217 Düsseldorf
Tel.: 0211 – 179 32 66
Fax: 0211 – 179 32 67
Mail:
Internet: www.OcuNet.de
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