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Pressemitteilung 2011Forschungsarbeit der OcuNet Gruppe wird in Ophthalmology veröffentlicht |
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Düsseldorf, November 2011 - Die weltweit angesehenste internationale ophthalmologische Fachzeitschrift, Ophthalmology, hat einen Artikel der OcuNet Studiengruppe „Katarakt Benchmarks“ in der Novemberausgabe veröffentlicht. Damit bekommen die wissenschaftlichen Arbeiten der Gruppe nun auch von einem international renommierten Fachblatt Anerkennung. [Abstract] Die OcuNet Gruppe setzt sich in der Veröffentlichung mit zwei Aspekten auseinander: Zum einen wird eine Methodik zur Ableitung von Benchmarks – im Sinne von Referenzgrößen für gute Qualität – für Ergebnisindikatoren entwickelt und damit eine bisher bestehende Lücke in der internationalen Literatur gefüllt. Zum anderen werden Benchmarks für zwei ausgewählte Ergebnisindikatoren der Kataraktchirurgie quantifiziert. Die Operation der Katarakt (Operation des Grauen Stars) wird minimalinvasiv als bimanuale Phakoemulsifikation mit Implantation einer Hinterkammerlinse in den Kapselsack durchgeführt. Die Anforderungen an die Strukturqualität der Kataraktoperation sind hoch. Die Lernkurve für Nachwuchsoperateure ist lang. Das Ergebnis einer Operation hängt jedoch nicht nur von der Qualität der medizinischen Versorgung ab. Auch vom Operateur nicht beeinflussbare externe Faktoren wie z.B. sonstige das Sehvermögen beeinträchtigende Erkrankungen des Patienten sind ergebnisrelevant. Ein Qualitätssicherungssystem muss diese externen Faktoren jedoch neutralisieren, um selektiv einen Vergleichsmaßstab für die Qualität der Versorgung bieten zu können. Basis des jetzt veröffentlichten Manuskriptes in Ophthalmology ist eine prospektive multizentrische Kohortenstudie von sieben OcuNet Zentren aus den Jahren 2007 und 2008, die unabhängig monitoriert und ausgewertet wurden. Die epidemiologische Planung und Auswertung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Patienten-orientierte Forschung in der Augenheilkunde“ am Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie der Universität Witten/Herdecke (IMBE, Direktor: Prof. Dr. Frank Krummenauer). Zur Neutralisierung externer Faktoren wurden für die Studie nur Patienten rekrutiert, die mit Ausnahme der Trübung der Linse augengesund waren. Sie wurden alle mit den gleichen Untersuchungs- und Operationstechniken behandelt. Zudem kam eine einheitliche Studienintraokularlinse zum Einsatz. In den OcuNet Studienzentren wurden jeweils vor sowie drei Monate nach der Kataraktoperation die Untersuchungsbefunde zu den betrachteten Ergebnisindikatoren erhoben und dokumentiert. Folgende Dreimonatsergebnisse konnten für das auf Basis des Studiendesigns positiv selektierte Patientengut bei standardisierter Durchführung abgeleitet werden:
Im Abgleich mit der internationalen Literatur zeigt sich, dass die in der Benchmarkstudie erreichten Ergebnisniveaus durchgängig besser waren als die bereits publizierten. Dies galt auch, wenn aus den anderweitigen Publikationen nur Ergebnishäufigkeiten von Patienten ohne okuläre Komorbiditiäten betrachtet wurden. Zwischen den Zentren zeigte sich zu beiden Ergebnisindikatoren eine signifikante Heterogenität der Ergebnisse. Die vorgelegte Studie ist die erste, die mit einer validen Methodik Benchmarks für ausgewählte Ergebnisindikatoren der ambulanten Kataraktchirurgie in einer deutschen Kohortenstudie ableitet. Trotz eng definierter Rahmenbedingungen können die ermittelten Benchmarks unter anderem als Referenzwerte im Rahmen von Qualitätssicherungsverfahren interpretiert werden. Die methodische Auseinandersetzung ist grundsätzlich auch für Ergebnisindikatoren anderer Indikationen relevant. „Wir freuen uns, dass die wissenschaftliche Arbeit von OcuNet jetzt durch die Publikation in einer international anerkannten Fachzeitschrift Anerkennung findet und wir damit zur wissenschaftlichen Diskussion beitragen können, Qualitätssicherungsverfahren richtig auszurichten“, sagt Frau Hahn, Geschäftsführerin der OcuNet Gruppe.
Die Philosophie "Qualität im Auge" wird in insgesamt 622 augenmedizinischen Einrichtungen umgesetzt, darunter 464 primär konservativ tätige OcuNet Praxen. Die OcuNet Zentren stehen für insgesamt 104 Operationssäle mit intra- und extraokularer Ausrichtung, davon befinden sich 32 in stationären Einrichtungen. Auf refraktiv-chirurgische Maßnahmen sind weitere 14 OP-Einrichtungen mit 20 Operationssälen spezialisiert. 841 Augenärzte und 93 Weiterbildungsassistenten waren Ende 2010 in den OcuNet Zentren und den OcuNet Praxen tätig. Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsbildung.
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