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Pressemitteilung 2005Transparente Ergebnisqualität |
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DÜSSELDORF – Erstmals bauen Augenchirurgen und mit ihnen die OcuNet Praxen in Deutschland ein System zur Qualitätssicherung auf, das die Ergebnisqualität transparent macht. OcuNet, ein überregionales Netzwerk augenchirurgischen Zentren, betritt damit Neuland: Ein vergleichbares System gibt es im deutschen Gesundheitswesen bisher nicht. Die Operation des Grauen Stars (Katarakt) ist der häufigste Eingriff überhaupt in Deutschland. In den meisten Fällen wird der Austausch der trüb gewordenen menschlichen Linse gegen ein Implantat ambulant erbracht. Die insgesamt 100 Ärzte in den OcuNet Zentren erbrachten im Jahr 2003 fast 37.000 Kataraktoperationen. Der OcuNet Jahresbericht 2003 liefert umfangreiche Informationen über die Leistungen der Zentren auf dem Bereich der Qualitätssicherung. Bis Ende 2003 erhob die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) in Krankenhäusern Daten zum präoperativen Zustand und zum Verlauf der Operation, nicht aber zur Ergebnisqualität. Denn auch bei den stationär erbrachten Eingriffen sei die Verweildauer so kurz, dass die Ergebnisqualität nur eingeschränkt beurteilt werden könne, stellte der Qualitätsbericht 2003 der BQS fest. Die Fachgruppe sprach sich dafür aus, „ambulant durchgeführte Operationen und eine Verlaufsbeobachtung zur Ermittlung der Ergebnisqualität in die Qualitätsdarstellung einzubeziehen“. Genau diesen Schritt geht OcuNet: Der Verbund erprobt zur Zeit eine zentrale Datenbank, in die auch die Untersuchungsergebnisse bis zu drei Monate nach der Operation einfließen. Die Operateure und die OcuNet Praxen, die die Patienten nach dem Eingriff betreuen, geben in diese Datenbank umfassende Informationen ein. Bestehende Grunderkrankungen, Vorerkrankungen am Auge und das Sehvermögen vor der Operation fließen ebenso ein wie beispielsweise Material und Typ der implantierten Kunstlinse, die Art der Anästhesie, besondere Vorkommnisse während der Operation und Befunde vom Tag nach der Operation. Diese Daten erfasste auch die BQS – bis 2003, dann wurde die Dokumentationsverpflichtung für die Kataraktoperation ausgesetzt. Die OcuNet Datenbank, deren Einführung im zweiten Quartal 2005 abgeschlossen sein soll, zeichnet sich aber dadurch aus, dass die kooperierenden Augenärzte auch die Untersuchungsergebnisse nach drei Wochen und drei Monaten eintragen: Welches Sehvermögen hat der Patient, wie ist der Augeninnendruck, hat sich die Position der Kunstlinse relevant verändert? Auch die Anzahl der Tage, an denen der Patient arbeitsunfähig war, wird erfasst und nicht zuletzt die Zufriedenheit des Patienten. Dieser Schatz an Informationen kann vielfältig ausgewertet werden. So dient er den beteiligten Zentren zur Qualitätskontrolle. Sie erhalten die Möglichkeit zum Vergleich: Was machen die Kollegen in einem anderen Zentrum anders, was lässt sich daraus für das eigene Vorgehen lernen? Auch für wissenschaftliche Erhebungen ist die Datenbank eine hervorragende Grundlage – immerhin werden etwa zehn Prozent aller Kataraktoperationen in Deutschland hier dokumentiert. Vor allem aber kann OcuNet die Qualität der medizinischen Leistung Versicherungen und Patienten gegenüber transparent machen. OcuNet ist ein überregionales Netzwerk großer augenchirurgischer Zentren in Ahaus, Esslingen, Fürth/Nürnberg, Groß Pankow/Berlin, Landshut und München. Die Zentren decken die ganze Bandbreite an Augenoperationen ab; der Schwerpunkt liegt dabei auf der ambulanten Versorgung der Patienten. Ende 2004 legte OcuNet seinen ersten medizinischen Jahresbericht vor. Er erlaubt einen Einblick die Struktur der Zentren und in das vielschichtige Netzwerk der Qualitätsfaktoren, das Patientenbefragungen und Mitarbeiterfortbildung ebenso umfasst wie wissenschaftliche Arbeit und die Zertifizierung der einzelnen Zentren.
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