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Pressemitteilung 2006Augenlicht retten – Perspektiven eröffnenOcuNet beteiligt sich am Aufbau einer Augenklinik in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Welt. |
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DÜSSELDORF – Blindheit ist in den allermeisten Fällen vermeidbar. Und doch erblinden Millionen von Menschen vor allem in den Ländern der Dritten Welt, weil sie arm sind oder weil eine augenmedizinische Einrichtung für sie unerreichbar ist. OcuNet als Verbund sieben großer augenchirurgischer Zentren und niedergelassener Augenärzte in Deutschland will dazu beitragen, dass der Besuch beim Augenarzt nicht nur in den westlichen Industrieländern eine Selbstverständlichkeit ist. Gerade in Afrika ist die Lage dramatisch: Statistisch gesehen muss dort ein Augenarzt eine Million Einwohner versorgen. Der Weg zum Augenarzt bedeutet für die meisten Erkrankten tagelange Fußund Busreisen. Ist eine Operation nötig, dann entsprechen die Kosten oft einem halben Jahreseinkommen. Blindheit macht die Betroffenen abhängig von der Familie. Sie können nicht arbeiten, sind auf Betreuung angewiesen. Vielfach sind schon Kinder von vermeidbarer Blindheit betroffen. Möglichst vielen Menschen eine neue Lebensperspektive zu eröffnen ist das Ziel des Verbundes OcuNet. OcuNet beteiligt sich in Zusammenarbeit mit der
Christoffel-Blindenmission Deutschland am Bau
einer Augenklinik in Oromiya, dem größten
Bundesstaat Äthiopiens. Hier leben rund 40 % aller Äthiopier. Das Krankenhaus in der Stadt Chiro
befindet sich rund 330 Kilometer östlich von Addis
Abeba. Die „Augenabteilung“ dieses Krankenhauses
ist ein neun Quadratmeter großer Raum, in dem
eine „ophthalmic assistant“ arbeitet – eine Hilfskraft,
die etwa ein Jahr lang in der Behandlung von Die geplante Augenklinik soll drei Operationssäle, eine Ambulanz sowie eine Station mit 20 Betten und dazugehörigen sanitären Anlagen umfassen. Sie entsteht auf dem weiträumigen Gelände des Chiro Hospital. Damit hier Augenkranke betreut werden können, ist außer dem Bau auch die medizintechnische Ausstattung von großer Bedeutung. Sowohl der Bau als auch die Geräte sollen durch Spenden finanziert werden – rund eine viertel Million Euro wird benötigt. Augenärzte der OcuNet Zentren werden zunächst
regelmäßig nach Äthiopien reisen, um dort die
Patienten zu behandeln und zu operieren. Die
Teams sollen aus jeweils zwei Augenärzten, davon
zumindest einer ein erfahrener Operateur, sowie
einer für Augenheilkunde spezialisierte
Krankenschwester bestehen. Langfristiges Ziel ist
es, einheimische Fachärzte für die ständige Arbeit in Spenden könnten unter dem Stichwort Chiro-OcuNet eingezahlt werden auf das Konto der
Christoffel-Blindenmission: Wenn Sie Interesse an dem Jahresbericht haben oder Kontakt zu einem der
beteiligten Zentren wünschen, wenden Sie sich bitte an: |
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