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Pressemitteilung 2007

Besser sehen – auch im Alter
Moderne Multifokallinsen machen Lesebrillen überflüssig

 
     
 

Frankfurt, April 2007 – Selbst wer jahrelang ohne Sehhilfe auskommt, muss sich spätestens ab dem 45. Lebensjahr damit abfinden, bis ans Lebensende eine Lesebrille zu tragen. Besonders für Betroffene, die bis dahin kein Gestell zwischen Nase und Ohren brauchten, eine teilweise schwierige Umstellung. Doch auch Brillenträger müssen ihre Gewohnheiten ändern: Entweder sie wechseln ihre Brillen je nach Sicht in Nähe und Ferne, oder sie steigen auf Bifokal- oder Multifokalgläser um. Nun gibt es Abhilfe: „Basierend auf Multifokalgläsern, wurden sogenannte Multifokallinsen entwickelt. Ins Auge implantiert ermöglichen sie eine scharfe Sicht für nah und fern“, erklärt Dr. Christian Horstmann, ärztlicher Direktor der ARTEMIS Augen- und Laserklinik.

Alterssichtigkeit entsteht durch nachlassende Elastizität der Augenlinse. Dieser sogenannte Akkomodationsverlust hat zur Folge, dass sich die Linse nicht mehr an unterschiedliche Entfernungen anpassen kann. Dadurch verliert das Auge die Fähigkeit, beispielsweise beim Lesen scharf zu stellen. Zum Ausgleich dieses Problems entwickelten Experten eine Linse, welche aus mehreren Ringen mit unterschiedlicher Brechkraft besteht. Dadurch entstehen mehrere Brennpunkte: Mindestens einer ermöglicht scharfes Sehen in die Nähe, ein weiterer Punkt sorgt für den Adlerblick in die Ferne. Weitere dazwischen liegende Brennpunkte gestatten eine unverfälschte Sicht auch in allen anderen Entfernungen – Lesebrillen werden dadurch überflüssig. Multifokallinsen implantieren Mediziner anstelle der körpereigenen Linse, also nicht zusätzlich ins Auge. Was kompliziert klingt, stellt schon lange den Alltag bei spezialisierten Ärzten dar. „Heute ersetzen Augenärzte deutschlandweit in mehr als 400.000 Eingriffen pro Jahr körpereigene Linsen durch künstliche, zum Beispiel bei Operationen gegen den grauen Star“, erklärt Dr. Horstmann. In Lokalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt, dauert die Implantation der Linse lediglich 15 bis 20 Minuten pro Auge. Im Abstand von einigen Tagen führt das Team um Dr. Horstmann die Operation an beiden Augen durch. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Klinik treten Patienten ihren Heimweg an und schon nach wenigen Tagen gehen sie ihren alltäglichen Gewohnheiten wieder nach. Ungefähr vier bis sechs Wochen später stellt sich die stabile Sehstärke vollkommen ein.

Einerseits bietet sich diese Methode für alle Menschen ab dem 45. Lebensjahr an, die unter altersbedingter Weitsichtigkeit leiden. Besteht bei Betroffenen bereits zusätzlich eine starke Kurz- oder Weitsichtigkeit, erfahren sie nach Implantation der Linse ein vollkommen neues Lebensgefühl. Für Patienten mit grauem Star eignet sich dieses Verfahren besonders, da ihnen nur der Austausch der getrübten, körpereigenen Linse die volle Sehkraft zurückbringt. Bisher mussten sie auf die herkömmlichen Intraokularlinsen zurückgreifen und waren dennoch auf eine Lesebrille angewiesen. Lediglich für Patienten mit starker Verkrümmung der Hornhaut empfehlen Experten diese Linsen nicht, da eine endgültige Brillenfreiheit hier nur schwerlich zu erreichen ist.

Weitere Informationen unter  www.artemisklinik.de

ARTEMIS Laserkliniken GmbH
Alexandra Keller-Derzbach 
60596 Frankfurt
Tel. 069/697 697-69
Fax 069/697 697-66
a.keller@artemiskliniken.de
www.artemisklinik.de

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