Düsseldorf, 18. April 2007 – Im Jahr 2006 führten die sieben augenchirurgischen Zentren des OcuNet Verbundes erstmals über 62.000 Operationen am Auge durch. Diese Zahl gibt OcuNet in seinem vierten Medizinischen Jahresbericht bekannt. Entsprechend dem Trend der vergangenen Jahre baut OcuNet damit seine Bedeutung für die Augenchirurgie in Deutschland weiter aus und sichert eine hohe Versorgungs- und Ergebnisqualität.
Hohe Operationszahlen werden heute auch in der Augenchirurgie zunehmend als Indikator für die Behandlungsgüte anerkannt. Je öfter ein Eingriff durchgeführt wird, desto besser sind die Ergebnisse. Eine aktuelle Studie1 belegt diese Zusammenhänge bei Kataraktoperationen. Der Untersuchung zufolge verzeichnen Chirurgen mit 50 bis 250 Kataraktoperationen im Jahr eine Komplikationsrate von 0,8 Prozent. Bei Chirurgen mit über 1000 Operationen im Jahr liegt die Komplikationsrate hingegen nur noch bei 0,1 Prozent. „Ein früheres Gutachten2, das diesen Bezug negiert und sogar inverse Zusammenhänge zwischen Operationszahlen und Ergebnisqualität bei Kataraktoperationen feststellen will, ist damit entkräftet“, so Diplom-Volkswirtin Ursula Hahn, Geschäftsführerin der OcuNet Verwaltungs GmbH. „Zumal die Studie, welche dem Gutachten zugrunde lag, die Häufigkeit von Komplikationen in Abhängigkeit von verschiedenen OP-Techniken (ECCE und Phakoemulsifikation) untersucht.“
Erfahrung kommt Patienten zugute
Intraokulare Operationen und hier insbesondere Kataraktoperationen stellen in der OcuNet Gruppe quantitativ den Schwerpunkt dar. Mit modernen Operationstechniken führen die Intraokular operierenden OcuNet Ärzte jährlich im Schnitt jeweils 1200 Eingriffe dieser Art durch. Damit verfügen sie über einen außerordentlichen Erfahrungsschatz, der den Patienten unmittelbar zugute kommt. Repräsentative Vergleichszahlen von 2004 führten die Zeitschrift „Der Augenarzt“ zu dem Schluss, dass die sieben OcuNet Zentren fast so viele Kataraktoperationen durchführen wie alle 35 Universitäts-Augenkliniken zusammen.
2006 lag die Gesamtzahl der in den OcuNet Zentren durchgeführten Kataraktoperationen bei 43.733. Trotz allgemein rückläufiger Kataraktoperationen verzeichnet OcuNet damit im Vergleich zu 2005 einen Zuwachs von 1,1 Prozent. Deutliche Zuwächse gegenüber den Vorjahreszahlen zeigen sich bei den Glaukom Eingriffen bzw. kombinierten Operationen mit 8,5 Prozent sowie bei den Netzhaut- und Glaskörpereingriffen mit 43,5 Prozent. Intra- und extraokulare sowie refraktiv chirurgische Eingriffe zusammengezählt erzielten die OcuNet Zentren in 2006 ein Wachstum von 7,7 Prozent auf insgesamt mehr als 62.000 Operationen. Der Verbund konnte damit seine Bedeutung für die Augenchirurgie in Deutschland weiter ausbauen.
Operationsvolumen ist nur ein Qualitätsaspekt
Qualität im Auge – unter diesem Motto haben sich die sieben augenchirurgischen Zentren in der OcuNet Gruppe zusammengeschlossen. Gemeinsam mit einer wachsenden Zahl niedergelassener Kooperierender Augenärzte – derzeit sind es rund 1.200 – bilden Sie ein hoch effizientes Netzwerk mit dynamischen Strukturen. Ziel ist es, dem Patienten eine lückenlose augenmedizinische Versorgung auf höchstem Qualitätsniveau zu bieten. „Das Operationsvolumen ist dabei jedoch nur ein Aspekt“, sagt Ursula Hahn. Qualifizierte Operateure und engagiertes Assistenzpersonal, eine moderne technologische Ausstattung sowie ein zertifiziertes Qualitätsmanagement und eine interne Datenbank zur Erfassung und Auswertung operativer Eingriffe stellen weitere wichtige Faktoren dar.
Der vierte Medizinische Jahresbericht stellt die Akteure des Qualitätsnetzwerkes vor und belegt den Fortschritt, der in 2006 gemeinsam erreicht werden konnte. Gerne senden wir Ihnen den Bericht zu oder stellen Ihnen individuelle Informationen zur Verfügung.
Kontakt:
Dipl.-Volkswirtin Ursula Hahn
OcuNet GmbH & Co. KG
Sedanstraße 9
40217 Düsseldorf
Telefon (0211) 179 32 66
Telefax (0211) 179 32 67
E-Mail:
Internet: www.ocunet.de
Quellen:
1 Chaim M. Bell, Wendy V. Hatch, Geta Gernat, David R. Urbach: Surgeon Volumes and Selected Patient Outcomes in Cataract Surgery. Ophthalmology. 2007; 114:405-410
2 M. Geraedts: Evidenz für Mindestmengen in der Medizin. Gutachterliche Studie. Düsseldorf.
|